 |
 |
 |
Eine Seefahrt die ist lustig...eine kleine Rückschau
|
|
|
Jetzt machen wir los! Eine Woche Ostsee – endlich mal raus. So dachten im Wonnemonat Mai 21 Reiselustige und Nesthäkchen Lilly, die sich darauf freuten, für 8 Tage dem Alltag zu entfliehen. Seit vielen Jahren organisiert die Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) des Macht los e.V. Ferienmaßnahmen in alle möglichen Regionen Deutschlands. Auch Dänemark war schon dabei. Ziel in diesem Jahr war das Ostseebad Rerik, unweit der Stadtmauern Rostocks. Dort bezogen wir Quartier in den gemütlichen Häusern des AWO SANO Ferienparks
|
 |
|
|
|
Die idyllische Lage zwischen Salzhaff und dem Meer war täglicher Ausgangspunkt für ausgiebige Spaziergänge und beutereiche Souvenirjagden. Ausgehungert und erschöpft von der Jagd fanden wir Stärkung in den zahlreichen Eiscafés und Fischrestaurants der Strandpromenade. Bei dem oft sehr böigen Wind musste man sein Essen schon fest im Griff haben, was nicht immer jedem gelang. Für unter EHEC Verdacht stehendem Salat keine Chance - er flog windgepeitscht vom Teller.
|
 |
|
|
|
Doberan, Roststock und Lübeck. Ein Tag blieb ausschließlich dem Strand vorbehalten - und auch die Sonne meinte es gut mit uns. Es traute sich sogar der Eine oder Andere in das zu dieser Zeit noch sehr sehr kalte Wasser, welches selbst den Quallen noch zu frostig war. Und auch wenn es Petrus nicht immer gut mit uns meinte – fröhlich singend im Kremser kam keine Langeweile bei uns auf. Der Besuch der Fischräucherei mit anschließender Verkostung war ein toller Höhepunkt unserer Reise, bevor wir braun gebrannt, gut gesalzen und mit tollen Erlebnissen im Gepäck die Heimreise antreten mussten
|
 |
|
|
|
Vertieft in die Rückschau mit Bildern von der rauschenden See, unseren Ausflügen und Sonnenuntergängen sind sich alle einig: Nächstes Jahr wieder!
K. Pfennig und S. Illmer Kontakt- und Beratungsstelle
Die Ferienmaßnahme wurde unterstützt von "Aktion Mensch"
|
 |
|
|
|

|
|
|
Begegnungen im Spreewald
|
|
|
Wer mit dem Freizeitclub – ganz unbehindert verreist, hat verschiedene Motivationen, dies zu tun: Wunsch nach Erholung, dem Alltag entrinnen, Beisammensein mit Freunden, Neues kennen lernen und Abenteuer erleben. All das ist in unserer Region möglich. Noch spannender und interessanter wird es, lädt man sich Gäste aus dem Nachbarland Polen ein. Realisierbar wird so eine Ferienreise mit einer finanziellen Förderung der EuroRegion. So fand in der ersten Oktoberferienwoche in Lübbenau eine Deutsch-Polnische Begegnung mit dem Freizeitclub – ganz unbehindert und dem polnischen Partner, die Thearapieeinrichtung „Arkardia“ aus Zielona Gora, statt. Gemeinsam mit den polnischen Gästen ging es auf Entdeckungsreise. Nach und nach wurde Lübbenau erkundet beim Spaziergang im Schlosspark, beim Stadtrundgang und beim Besuch des jährlichen Kürbisfestes. Eine museumspädagogische Führung in der Slawenburg Raddusch machte die gemeinsame slawische Herkunft und Kultur erlebbar. Mit einer gemütlichen Spreewaldkahnfahrt ging es auf dem Wasserweg in das Museumsdorf Lehde. In dem detailreich gestalteten Museum gab es viel Wissenswertes über das bäuerliche Leben und die sorbischen Traditionen im Spreewald zu entdecken. Eine Fahrt mit der Spreewaldmolly führte ins Spreeweltenbad. Dort waren die bekannten Pinguine zu beobachten, die ja sonst im Spreewald nicht gesichtet werden können. Eine Bergbautour im Tagebau Jänschwalde zeigte, wie der Mensch mit gigantischen Maschinen in die Natur eingreift, um die notwendige Energie zu gewinnen. Der Braunkohleabbau mit seinen Chancen und Problemen ist auch in Polen zurzeit ein Thema. Sehr interessant und unterhaltsam waren die Aktionen, die die Teilnehmer selbst gestalteten. Am ersten Abend wurden viele Sorten eingelegter Gurken sowie verschiedenes Gemüse mit verbundenen Augen verkostet. Zu erraten, was man aß, war nicht immer einfach. Die Wörterbücher wurden stark in Anspruch genommen, um kleinste Details der Gewürzkunde zu besprechen. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, organisierten die Gastgeber einen Festabend. Es gab traditionelles Essen: Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln, Bier und Wein. Deutsche Musik aller Genres wurde vorgestellt, gesungen und schließlich auch getanzt, zuerst die Annemarie Polka, dann diverse Polonaisen und schließlich wurde deutsche Rock- und Popmusik zelebriert. Auch die Polnischen Gäste gestalteten einen landestypischen Abend. Als traditionelles Mahl wurde Bigos bereitet. Sie stellten die Bräuche vor, mit denen in Polen zum Andreastag ein Blick in die Zukunft gewagt wird. Auch dieser Abend endete mit Musik und Tanz. Polnische Volksmusik ist der deutschen Volksmusik erstaunlich ähnlich oder umgekehrt. Polen hören sehr gern deutsche Rock- und Popmusik, also erklang auch diese beim Polnischen Abend. Sprachbarrieren wurden stets irgendwie überwunden und waren gar kein Problem bei einem gemeinsamen Theaterworkshop. Thema war eine Spreewaldsage, in der drei Bauern die Irrlichter betrogen. Die Irrlichter trieben deshalb Schabernack mit den Bauern und deren Vieh. Die Geschichte wurde unter Leitung von Sylvia Burza und Matthias Greupner erforscht und schließlich gespielt. Dabei ist ein kleiner Film entstanden, der sogleich angeschaut wurde und alle Teilnehmer ziemlich stolz machte. Das waren die wichtigsten Erlebnisse der Deutsch-Polnischen Begegnung im Spreewald, ob es die bedeutsamsten waren, entscheidet jeder Teilnehmer für sich. Mit Sicherheit war für jeden etwas dabei: Erholung, Erlebnisse (auch abenteuerliche), Lernen und Beisammensein. Dieses Projekt war ein weiterer wichtiger Schritt, um die deutsch-polnischen Beziehungen zu festigen. Für 2012 gibt es schon Pläne, wieder ein gemeinsames Projekt durchzuführen.
Kathrin Machnow, Freizeitclub – ganz unbehindert
|
|
|

|
|
|
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen(Wojewodschaft Lubuskie)–Brandenburg 2007-2013, Small Project Fund der Euroregion Spree-Neiße-Bober, kofinanziert.
|
|
|

|
|
|
Voller Mut und Tatendrang - Abenteuer mit dem Frei
|
Bereits zum dritten Mal führte der Freizeitclub – ganz unbehindert Mitte Juli eine Deutsch-Polnische Begegnung für Menschen mit Behinderungen durch. Aber dieses Mal war alles anders. Die überwiegend jungen Erwachsenen haben sich bereits letztes Jahr mehr Action gewünscht. Sie möchten gern was Neues ausprobieren, das nicht Alltägliche mit Mutproben und ein bisschen Nervenkitzel. So entstand die Idee: Wir machen eine Abenteuerwoche im Wald, kochen unser Essen über dem Lagerfeuer und Schlafen in selbst gebauten Zelten. Gesagt – getan. Ein geeignetes Objekt war schnell gefunden, das mitten im Wald gelegene Landhaus in Klein Bademeusel. Ein Erlebnispädagoge mit dem nötigen Knowhow wurde auch engagiert. Die Euroregion Spree-Neiße-Bober kofinanziert die einwöchige Begegnung. Voller Tatendrang mit festem Schuhwerk und waldtauglicher Kleidung ausgestattet, standen dann die elf deutschen und zehn polnischen Jugendlichen vor Sebastian Lydike, dem Erlebnispädagogen, in freudiger Erwartung ein riesiges Zelt zu bauen. Zuerst aber mussten wir lernen, wie man Holzpflöcke mit einem Beil in den Boden schlägt, ohne sich dabei zu verletzen. Nach der Sicherheitsbelehrung wurde geübt. In mehrere Gruppen aufgeteilt bauten wir ganz kleine Zelte aus nur einer Plane, dann kleine Zelte aus zwei Planen und so weiter ... Am Ende des Tages, übrigens einer der seltenen Ferientage mit 30 °C, nach dem endlosen Knüpfen vieler Planen, dem schweißtreibenden Schlagen ungezählter Holzpflöcke, dem Verzehr vieler kalter Getränke, stand das Zelt endlich in voller Pracht am Waldesrand. Das Hissen der polnischen und deutschen Flaggen durfte natürlich nicht fehlen. Zehn mutige Teilnehmer übernachteten auch in der selbst gebauten Unterkunft, umrahmt von den Geräuschen des Waldes. Das Zelt hielt der Belastungsprobe stand und trotzte auch ausgiebigen Regengüssen. Frohen Mutes und mit der wachsenden Gewissheit - Wir können alles - nahmen wir am nächsten Tag den Turmbau in Angriff, nur mit Holzstämmen und Seilen ausgerüstet. Das wichtigste beim Bau ist das Erlernen eines Knotens, den nach einem halben Tag Übung auch alle Teilnehmer beherrschten. Mit diesem wurden die Holzstämme übereinander fixiert. Bei der Turmbesteigung konnten sich alle von der Standfestigkeit der Konstruktion überzeugen. Stolz über das selbst Geschaffene posierten die Jugendlichen beim „Fototermin“. Des Weiteren stand das Überqueren einer Brücke, die nur aus zwei Seilen bestand, auf dem Programm. Bei dieser sehr wackligen Angelegenheit konnten die Teilnehmer ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Angefeuert durch die ganze Gruppe, ist so manch einer über sich hinaus gewachsen. Eine weitere Prüfung unserer Abenteuertauglichkeit war das Waldläuferprojekt. Bei dieser Aktion läuft eine Gruppe in den Wald und legt Spuren aus Naturmaterialien, denen die zweite Gruppe folgen muss. Da wird jeder Stock, jeder Stein, jedes Blatt zur Spur. Nur welche ist die Richtige? Das Sommersonnenwetter ließ uns leider im Stich, so dass wir völlig durchnässt, aber glücklich, im Ziel ankamen. Belohnt wurden wir mit einer heißen Suppe, die, über dem Lagerfeuer gekocht, ihren ganz eigenen Geschmack entfaltete. Die Zusammenarbeit im Team stand im Mittelpunkt aller erlebnispädagogischer Aktionen. Durch die vielen praktischen Übungen wurden die Sprachbarrieren schnell überwunden und es entstanden deutsch-polnische Freundschaften. Natürlich durfte auch ein Ausflug nach Cottbus nicht fehlen. Der Tierpark ist besonders für unsere polnischen Gäste immer ein beliebtes Ausflugsziel. Einen ganz anderen Blick auf den Branitzer Park bekamen wir bei einer Gondelfahrt, die uns auf dem Wasserwege vorbei an den Pyramiden durch den Park führte. Der krönende Abschluss der Deutsch-Polnischen Begegnung war die Fahrt zum Tropical Islands. Dort konnten sich alle abenteuererprobten Teilnehmer nochmal so richtig austoben und den letzten gemeinsamen Tag genießen. Herzlich und tränenreich verabschiedeten wir uns voneinander. Aber bereits im September ist ein Wiedersehen geplant und Anfang Oktober findet Schon die nächste Begegnung mit neuen Teilnehmern im Spreewald statt.
|
|
|

|
|
|
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen(Wojewodschaft Lubuskie)–Brandenburg 2007-2013, Small Project Fund der Euroregion Spree-Neiße-Bober, kofinanziert.
|
|
|
Abenteuerwoche
|
|
|

|
|
|
(C) 2008 - Alle Rechte vorbehalten |
|
Diese Seite drucken
|